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Aktuelle News

Urteil: Bürgen dürfen über Mietschulden informiert werden

In einem aktuellen Urteil entschied das Amtsgericht Wedding, dass ein Vermieter rechtskonform handelt, wenn er den Vater eines Mieters als Bürgen über Mietrückstände informiert. Dies gilt auch, wenn dadurch beispielsweise Familienmitglieder von den Zahlungsausfällen erfahren, die nicht als Bürge eingetragen wurden (AZ 13 C 1001/17).
Im vorliegenden Fall hatte ein junger Mieter geklagt, da seine Vermieterin ohne Einverständniserklärung seine Eltern über angefallene Mietrückstände in Höhe von über 1.000 Euro informiert hatte. Er strebte eine Einstweilige Verfügung an, da er sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt gesehen hat. Zukünftig sollten seine Eltern keine Informationen aus dem Mietverhältnis mitgeteilt werden, so die Forderung.
Das Gericht entschied jedoch, dass die Mitteilung der Vermieterin rechtskonform gewesen ist. Die Information der Eltern verletze in keiner Weise seine Persönlichkeitsrechte. Darüber hinaus steht der Vermieterin frei, den Bürgen ihres Mieters – in dem Fall den Vater – über die Mietrückstände zu informieren.

Einbruchschutz: Ein Thema für Mieter und Vermieter

Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 151.265 Wohnungseinbrüche verzeichnet. Besonderes Augenmerk richteten die Einbrecher dabei auf Einfamilienhäuser und die unten gelegenen Wohnungen von Mehrfamilienhäusern, die einen leichten Zugang versprechen. Wie die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ aktuell mitteilt, ist ein sicherer Einbruchschutz bei zahlreichen Wohnungen noch lange nicht selbstverständlich.
Doch wer ist im Mietverhältnis für die Sicherheitsmaßnahmen zuständig? Den Sicherheitsexperten zufolge geht die Pflicht des Vermieters eines Mehrfamilienhauses nicht über verschließbare Eingangs- und Wohnungstüren hinaus. Es gilt der sicherungstechnische Zustand des Zeitpunkts der Besichtigung. Weitergehende Einbruchssicherungen sind demnach Sache des Mieters.
Entscheidend ist, alle Maßnahmen mit dem Vermieter abzusprechen und schriftlich festzuhalten. Allerdings kann der Mieter besondere Sicherheitsvorkehrungen beantragen, wenn es zu mehreren Einbrüchen oder Einbruchsversuchen gekommen ist. In jedem Fall sollte eine geprüfte Sicherheitstechnik immer von Fachmann installiert werden. Weitere Informationen sind unter www.nicht-bei-mir.de erhältlich.

Marktbericht: 2017 werden 320.000 Wohnungen fertiggestellt

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie aktuell mitteilt, rechnen die Unternehmen in diesem Jahr mit der Fertigstellung von 320.000 Wohnungen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge konnte die Baubranche im Vorjahresvergleich damit über 40.000 Wohnungen mehr verzeichnen.
Auch die Aufträge und der Umsatz stiegen laut Verband im ersten Halbjahr um rund 5,5 beziehungsweise 10,2 Prozent – ein Rekord-Halbjahreswert in den letzten 20 Jahren. Für das zweite Halbjahr 2017 erwarten 93 Prozent der befragten Marktexperten eine positivere oder gleichbleibende Auftragslage.
Nichts desto trotz warnen Experten weiterhin vor einer angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt. Mit einer Neubautätigkeit von 400.000 Wohnungen jährlich bleiben die Zahlen trotz Aufwärtstrend nach wie vor hinter dem eigentlichen Bedarf zurück.

Bautipp: Häuser mit Schwammbefall sorgfältig untersuchen lassen!

Häuser und Wohnungen sind in Städten und Metropolen äußerst begehrt. Laut aktuellen Informationen des Verbands Privater Bauherren e.V. kaufen daher immer mehr Interessenten Bestandsimmobilien im Umland. Doch Bauherren sollten diese Altbauten sorgfältig auf Mängel und Schädlinge überprüfen lassen, um kostenintensive Sanierungen auszuschließen.
Ein häufig auftretendes Problem sind Schädlinge wie holzzerstörende Insekten, die meist in alten Häusern nisten. Auch Pilze können sich in Holzkonstruktionen ausbreiten, die über Jahre von Feuchtigkeit durchdrungen wurden. Doch während Nassfäulepilze relativ einfach zu beseitigen sind, richtet der Echte Hausschwamm deutlich mehr Schaden an. Er wächst nicht nur auf Holz, sondern befällt auch Mauerwerk, Dämmstoffe oder Textilien.
Der VPB empfiehlt daher, Holzproben bei ersten Anzeichen von Nassfäulepilzen im Labor untersuchen zu lassen. Handelt es sich um den Echten Hausschwamm, muss der Schaden akribisch festgestellt und saniert werden.

Energiesanierung: Expertensuche jetzt noch einfacher

Rund 50.000 Mal pro Monat suchen Bauherren einen Berater, Planer oder Begleiter für ihr Sanierungsprojekt in der Datenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena). Seit 2011 gibt es die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, die stetig weiterwächst und Bauherren über aktuelle Angebote und Möglichkeiten informiert.
Mit einem neuen Online-Auftritt will die dena nun mehr Transparenz und Struktur für Bauherren und Experten schaffen. Besonderes Augenmerk wurde auf die unterschiedlichen Nutzergruppen gelegt, die verschiedene Bedürfnisse haben. So wird beispielsweise künftig zwischen privaten und gewerblichen Bauherren unterschieden und die Suchergebnisse dementsprechend präsentiert.
Mit über 13.000 Architekten, Ingenieuren, Technikern und Handwerkern gilt die Expertenliste des Bundes als zuverlässige Recherchequelle für Eigentümer und Investoren. Sie wurde installiert, um die Qualität von geförderten Energieberatungen und energieeffizienten Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen. Weitere Informationen sind unter www.energie-effizienz-experten.de erhältlich.

Urteil: Teilungserklärung ist maßgebend für WEG

Das Landgericht Dortmund entschied in einem aktuellen Urteil, dass es für eine Eigentümergemeinschaft nur ein maßgebendes und grundlegendes Dokument gibt: Die Teilungserklärung. Andere Urkunden seien im Streitfall nicht gültig, teilt der Infodienst Recht und Steuern der LBS kürzlich mit (AZ 1 S 13/15).
In der Teilungserklärung legen die Parteien beim Grundbuchamt fest, wie das Eigentum an einem Grundstück aufgeteilt wird. Im vorliegenden Fall hatte eine Partei auf eine Urkunde verwiesen, die eine von der Teilerklärung abweichende Quadratmeterzahl der Wohnungen enthielt. Das Dokument war bei einem Notar hinterlegt und enthielt handschriftliche Anmerkungen.
Das Gericht erklärte nun das Dokument für ungültig, da allein die Teilungserklärung die entscheidenden Informationen enthält. Zudem sei nicht ersichtlich, warum der Notar handschriftliche Anmerkungen vorgenommen hat.

Wohntipp: Die besten Wandfarben laut Stiftung Warentest

In einem groß angelegten Vergleich hat Stiftung Warentest 33 flüssige, weiße Wandfarben untersucht. Ihr Augenmerk richteten die Prüfer insbesondere auf den Konservierungsstoffgehalt, der das allgemeine Wohnraumklima nachweislich beeinträchtigen kann.
Insgesamt vergaben die Tester 13 Mal ein gutes Qualitätsurteil, darunter an fünf gesundheits- und umweltschonende Farben. Zu einem überraschenden Ergebnis kam Stiftung Warentest jedoch ausgerechnet bei einem Produkt mit dem Etikett „gesundes Wohnempfinden“. Hierbei war die Luft auch nach Tagen noch mit einem Mix aus organischen Chemikalien belastet, die deutlich zu riechen waren. Das Produkt erhielt die Note „mangelhaft“.
Zudem wurden einige Produkte abgewertet, die nicht die erwartete Deckkraft aufwiesen, trotz dass sie als "Klasse 1"-Produkt ausgewiesen waren. Der ausführliche Test erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift „test“ und ist unter www.test.de/wandfarben abrufbar.

Massive Mietpreissteigerungen: Kaum noch Wohnraum in Metropolen

Wie der aktuelle Wohngeld- und Mietenbereicht der Bundesregierung zeigt, sind die Mieten in sogenannten Metropolkernen zwischen 2014 und 2016 enorm angestiegen. Pro Jahr stieg der Mietzins hier um 5,1 Prozent. Kreisfreie Großstädte wiesen dagegen lediglich eine Steigerung von 3,7 Prozent auf. Die regionalen Unterschiede sind dem Bericht zufolge also enorm.
Die Gründe für den rasanten Preisanstieg sehen die Analysten in der hohen Attraktivität der Großstädte, die vor allem junge Menschen anzieht. Statistiker rechnen beispielsweise für Frankfurt am Main mit einem Bevölkerungsanstieg bis 2030 von derzeit 715.000 auf 810.000 Einwohner. Dem Bericht zufolge lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im Jahr 2016 für Erst- und Wiedervermietungen insgesamt bei 7,65 Euro pro Quadratmeter – in den Metropolkernen wurde dagegen eine Nettokaltmiete von 9,71 Euro verzeichnet.
Wie groß die regionalen Unterschiede bei den Mietpreisen sind, zeigt ein Vergleich: Während in München ein Quadratmeterpreis von 15,65 Euro gezahlt wird, mietet man in den Landkreisen Wunsiedel oder Lüchow-Dannenberg mit weniger als 4,30 Euro deutlich günstiger. Die Bundesbank sieht trotz dieser Entwicklung keine Gefahr für eine Immobilienblase, widmet der Entwicklung in den Ballungsgebieten jedoch größte Aufmerksamkeit.

Bautipp: Einzugstermin bereits 2017 festlegen!

Am 1. Januar tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Die neue Gesetzesregelung bringt privaten Bauherren eine Vielzahl von Vorteilen. Unter anderem beinhaltet sie konkrete Angaben zur Bauzeit, die in der Vergangenheit oft nur sehr vage in Bauverträgen formuliert war. Doch die Frage nach dem Einzugstermin beschäftigt Bauherren von Beginn an und ein Verzug kann erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringen.
Der Verband Privater Bauherren e.V. empfiehlt daher, sich bereits heute auf die Regelungen des neuen Bauvertragsrechts zu berufen, auch wenn dieses erst 2018 zur Pflicht wird. Viele Bauunternehmer sind auch bereits heute schon bereit, sich auf verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung einzulassen. Bauherren sollten daher den Bezugstermin bereits in diesem Jahr schon festlegen und ihre Verträge neu verhandeln.
Bauherren müssen allerdings im Gegenzug darauf achten, den Bauablauf nicht durch Eigenverschulden zu verzögern. So müssen Unterlagen etwa rechtzeitig beim Bauamt abgeliefert oder die Finanzierung geregelt sein. Ist von Seiten des Bauherren alles organisiert, kann man von Bauunternehmen also im Sinne einer guten Zusammenarbeit vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes erwarten, die neuen Vorschriften bereits in diesem Jahr umzusetzen.

Mieterstrom: Neuer Leitfaden für die Immobilienwirtschaft veröffentlicht

Immer mehr Verbraucher produzieren Strom und Wärme auf Basis von alternativen Energien. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nutzen bereits rund zehn Millionen Eigentümer Solaranlagen für den Energieverbrauch. Seit einigen Wochen verzeichnet der Verband auch immer mehr Mieter, die ein wachsendes Interesse an der Errichtung von Solaranlagen bekunden.
Vor diesem Hintergrund hat BSW-Solar eine neue Info-Broschüre herausgegeben, die Stadtwerke und die Immobilienwirtschaft bei der Planung und Umsetzung von Geschäftsmodellen mit Mieterstrom unterstützt. Der Leitfaden beschäftigt sich ausführlich mit den Regeln des neuen Mieterstromgesetzes, gibt konkrete Tipps für die Installation von Photovoltaikanlagen und zeigt auf, mit welcher Investitionssumme die Beteiligten rechnen müssen.
Auch Besonderheiten und Erfahrungen aus realen Projektbeispielen sind in der Broschüre zu finden. Anhand von drei Beispielrechnungen wird zudem die Wirtschaftlichkeit der Anlagen aufgezeigt. Abschließend werden die wichtigsten Schritte und Prüffragen auf dem Weg zum eigenen Mieterstromprojekt dargestellt. Der Leitfaden kann auf dem Online-Portal www.pv-mieterstrom.de kostenfrei heruntergeladen werden.

Urteil: Vermieter kann bei Immobilienerbe Nachlasspfleger beauftragen

In einem aktuellen Urteil entschied das Kammergericht, dass Vermieter einen Nachlasspfleger mit der Räumung einer Mietwohnung beauftragen können, falls die Erben des verstorbenen Mieters nicht aufzufinden sind. Ob es tatsächlich ein Nachlassvermögen gibt, spielt dabei keine Rolle (AZ 19 W 102/17).
Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter einen Antrag auf Nachlasspflegschaft gestellt, da er nach dem Tod seines Vermieters keine Erben ausfindig machen konnte. Das Nachlassgericht lehnte den Antrag jedoch ab, da kein Nachlassvermögen vorhanden sei. Der Vermieter reichte jedoch Beschwerde ein, da er seinen Anspruch auf Rückgabe der Mietsache durchsetzen wollte.
Das Kammergericht stimmte nun aktuell der Beschwerde zu. Auch wenn kein Nachlassvermögen vorhanden ist, hat der Vermieter das Recht, seinen Anspruch auf Rückgabe der Mietsache geltend zu machen.

Wohntipp: Jetzt Nachschub für den Kamin besorgen!

Die neue Heizsaison steht vor der Tür. Um Brennvorräte für den Kamin aufzustocken, sind die letzten Sommermonate der ideale Zeitpunkt. Denn sinken die Temperaturen, ziehen parallel die Preise für Brennholz deutlich an. Wer jetzt vorsorgt, kann Kosten sparen und ist für die Wintersaison einsatzbereit, teilt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland aktuell mit.
Brennholz gibt es mittlerweile in nahezu allen Baumärkten oder Brennholzhändlern. Wer beim Forstamt einen Sammelschein erwirbt oder gar eine Erlaubnis besitzt, sein eigenes Holz in bestimmten Bereiches des Waldes zu sägen, kann Kosten sparen. Diese Variante ist jedoch um einiges aufwendiger und nur dann interessant, wenn ausreichend belüftete und trockene Lagerfläche zur Verfügung steht.
Denn sind die Scheite zu feucht, entsteht übermäßig Qualm im Ofen. Ein Feuchtgehalt von 22 Prozent darf also nicht überschritten werden. Hierzu gibt der Verband einen Tipp: Lässt sich ein Nagel problemlos in das Holz drücken, ist es zu feucht und muss noch einige Zeit gelagert werden.

Umfrage: Smart Homes werden interessanter für Eigentümer

Drei Viertel der Deutschen sind offen für Smart Home-Anwendungen. Das hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research aktuell bekannt gegeben. Rund 36 Prozent der Teilnehmer haben diverse Funktionen bereits in ihrer Wohnung integriert. Rund 40 Prozent zeigten sich offen für die Thematik.
In einer repräsentativen Umfrage wurden 1.021 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online nach ihrer Meinung gefragt. Auch wenn die meisten der Befragten grundsätzlich offen für intelligente Wohnkonzepte sind, hat sich das Wachstum der Nutzerzahlen zuletzt verlangsamt. Zwar bietet das Smart Home-Segment enormes Potenzial, jedoch verhindert die nach wie vor unübersichtliche Marktsituation sowie Vorbehalte der Verbraucher einen deutlicheren Aufwärtstrend.
Insbesondere beschäftigt die Befragten die Sorge um ihre Privatsphäre. Mehr als die Hälfte haben hierzu ihre Bedenken geäußert. Dazu fürchtet ein Drittel der Teilnehmer Angriffe durch Hacker. Auch der Einbau und tägliche Einsatz der Anwendungen wird von vielen Eigentümern noch kritisch gesehen. Die Marktexperten empfehlen Anbietern angesichts dieser Erkenntnisse, ihre Bemühungen auf eine umfassende Aufklärungsarbeit sowie die Vereinfachung der Installation und Bedienung von Smart Home-Systemen zu fokussieren.

Bautipp: Vorsicht bei Auftragsvergabe über Online-Portale

In einem Haus muss ständig etwas repariert oder erneuert werden. Ob Fliesen im Bad, ein anderer Bodenbelag oder ein neuer Anstrich im Wohnzimmer – für solche vergleichsweise kleinen Arbeiten suchen die meisten Hausbesitzer inzwischen Handwerker im Netz auf Online-Plattformen und bei Online-Auktionen.
Doch der Verband Privater Bauherren e.V. warnt aktuell davor, die Auftragsvergabe lediglich vom Preis abhängig zu machen. Zuvor lohnt sich ein Blick auf den Standort und die Referenzen des Unternehmens. Auch sogenannte Briefkastenfirmen mischen sich immer wieder unter die Anbieter und nutzen die Anonymität des Internets.
Dazu kann ein Besuch auf dem Betriebsgelände hilfreich sein, das Handwerksunternehmen richtig einzuschätzen. Bauherren sollten vor diesem Hintergrund stets auf die Seriosität der Betriebe achten, die sie in ihr Haus und ihre Privatsphäre lassen.

Energiekosten per Flatrate: Pauschalmieten werden attraktives Zukunftsmodell

Eine Pauschalmiete, die eine Flatrate für Wärme und Stromverbrauch beinhaltet, ist heutzutage eher unüblich. Doch laut dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen steigt das Interesse nach einem Rundum-Paket in der Wohnungswirtschaft. Erste Angebote sind bereits auf dem Markt.
Was bislang nur aus Studentenwohnheimen bekannt war, stellt für einige Wohnungsbauunternehmen ein interessantes Modell dar. Eine fest vereinbarte Miete enthält demnach eine Flatrate für alle oder Teile der Energiekosten. Die Vorteile: Durch das Wegfallen der Zähler und Abrechnungen in den Wohnungen fallen die Kosten für Abwasser und Heizung deutlich niedriger aus als gewohnt.
Laut Mieterbund wird die Zahl der Mietverträge mit Flatrates zukünftig weiter steigen, auch wenn gerade bei Bestandsgebäuden ein solches Mietmodell nur schwer realisierbar ist. Zudem stellt die bestehende Regelung der Heizkostenverordnung, die eine verbrauchsabhängige Abrechnung vorschreibt, ein Hemmnis dar. Prädestiniert für die Pauschalmiete sind Häuser, die durch eine energieeffiziente Bauweise generell sehr wenig Wärme verbrauchen.

Urteil: Haftung bei Kanalüberschwemmung nicht immer eindeutig

Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass Eigentümer von Grundstücken mit Baumbestand nicht automatisch für Rückstauschäden im Abwasserkanal haften müssen. Die Kontrollpflicht muss von Fall zu Fall beurteilt werden (AZ III ZR 574/16).
Im vorliegenden Fall hatte eine Hauseigentümerin von der Stadt Schadensersatz verlangt, da ihr Keller aufgrund eines Wasserrückstaus in der Kanalisation überschwemmt worden war. Ihr Grundstück grenzt an einen städtischen Platz, auf dem eine Kastanie steht. Obwohl die Abwassersatzung besagt, dass jeder Anschlussnehmer selbst für eine Rückstausicherung sorgen muss, verfügte die Eigentümerin über keinen Schutz. Da der Kanal stark mit Wurzeln bewachsen war, konnte das Wasser nicht mehr abgeleitet und eine Überflutung nicht mehr verhindert werden.
Nachdem das Gericht in erster Instanz die Klage abgewiesen hatte, verwies der Bundesgerichtshof den Fall nun zurück. Es sei der Eigentümerin in dieser speziellen Situation nicht zuzumuten, den Kanal auf seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Vielmehr hätte die Stadt als Eigentümerin des Platzes und Betreiberin des Abwassersystems den Kanal warten müssen.

Tipps für Hausbesitzer: Schutzvorkehrungen bei Starkregen

Immer wieder kommt es in den Sommermonaten zu Starkregen, der bereits in vielen Regionen Deutschlands gravierende Folgen verursacht hat. Um Hauseigentümer über die wichtigsten Vorkehrungen zu informieren, hat die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund die wichtigsten Tipps aktuell zusammengefasst.
Wer beispielsweise keine Elementarschadensversicherung abgeschlossen hat, riskiert im Schadensfall, für die Wiederherstellung der Nutzbarkeit und Beschädigungen an der Gebäudesubstanz selbst aufkommen zu müssen. Zudem gehört die Installation von Rückstau-Einrichtungen sowie eine stetige Kontrolle der Abdichtungen an Fenstern, Eingängen und Lichtschächten sowie das Freihalten von Abflüssen vor Kellereingängen zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen.
Beim Neubau sollten direkt Einbordungen rund um die Kellerfenster und Schwellen an allen Eingängen mit eingeplant werden. Zudem sollten wasserdurchlässige Oberflächenmaterialien und ausreichend Abflussmöglichkeiten Teil der Überlegungen sein. Grundsätzlich sollten keine Chemikalien oder andere gefährliche Stoffe im Keller gelagert und Wertgegenstände entfernt werden.

Studie: Zu viele Mikroapartments und Einfamilienhäuser

Einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge werden in ländlichen Regionen zu viele Einfamilienhäuser und in Großstädten zu viele Studentenwohnungen gebaut. Experten sehen in dem Trend zwar ein potenzielles Risiko zur Überversorgung, doch die Gefahr einer Immobilienblase bestehe nach wie vor nicht.
Aufgrund von mangelnden Baugrundstücken haben Investoren ihren Fokus in den vergangenen Jahren auf sogenannte Mikroapartments in der gehobenen Preisklasse gelegt. Doch trotz des gestiegenen Bedarfs an Wohnraum wurden den IW-Experten zufolge zu viele gebaut. Allein in Frankfurt stehen bespielsweise fast eineinhalbmal so viele Studentenwohnungen als benötigt zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund könnte es auf dem Land und in Großstädten in naher Zukunft zu Marktkorrekturen kommen, so die Experten. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für Investoren ist zudem die Mietpreisbremse, an der die Regierungsparteien nach wie vor festhalten wollen.

Quelle: Immonewsfeed


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